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Saline Bad

Exponat des Monats

Montag, den 04. Mai 2020 18:15

Werbeschild »Brikett Hallore« der Halleschen Pfännerschaft, um 1918


Nach der Übernahme der Kohlegruben Alt-Zscherben und Langenbogen unweit von Halle 1868 trachtete die Hallesche Pfännerschaft danach, die Kohle nicht nur zum Beheizen der Siedepfannen, sondern auch auf andere Weise gewinnbringend zu nutzen. Es erfolgte der Aufbau einer Kohlen-Brikett-Fabrikation. Dafür wurden weitere Kohlenfelder und Brikettfabriken zur Absicherung des neuen Geschäftsfeldes erworben bzw. neu errichtet: 1906 im Senftenberger Revier Grube und Brikettfabrik „Friedrich Ernst“, 1911/12 Erschließung und Neubau von „Pfännerhall“ bei Braunsbedra. Allein die Brikettfabrik „Pfännerhall“ hatte in ihrer ersten Ausbaustufe bis 1925 eine Jahresproduktionskapazität von 300.000 Tonnen Brikett, die unter dem Markennamen „Hallore“ vertrieben wurde.

Kohlen-Briketts waren zur damaligen Zeit als Energieträger unverzichtbar und versprachen sicheren Absatz, dennoch herrschte Konkurrenzdruck bei den Brikett-Herstellern. Dementsprechend überzeugend musste die Werbung beim Kohlenhändler, der Briketts von verschiedenen Produzenten im Angebot hatte, den Käufer ansprechen. Die Hallesche Pfännerschaft ließ daher Werbe-Emailplakate herstellen, die das vom Grafiker Martin Jacobi-Boy entworfene Haupt-Motiv der drei Halloren mit Hauptmannsstab variierten: Mal war zu Füßen der Halloren nur ein Brikett mit der Aufschrift „Hallore“ zu sehen, mal ein ganzer Briketthaufen, und als leicht merkbarer Spruch war oftmals hinzugefügt: „Heize, koche, backe, schmore nur noch mit Brikett Hallore.“

Eisenblech emailiert, gewölbt, Schablonendruck

Maße: ca. 50 x 35 cm (Höhe x Breite)

Foto: Karin Böhme
© Hallesches Salinemuseum e.V.


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