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Museum digital

Dienstag, den 02. Juni 2020 19:39

Bohrkern von der Erschließung des Solebrunnens auf dem Holzplatz 1926


Dieser Bohrkern stammt von der Erschließung des Solebrunnens auf dem Kohlenplatz der Pfännerschaft (heutiger Holzplatz). Er trägt zum Andenken an die erfolgreiche Erschließung eine Inschrift, sie lautet: Solebohrung Kohlenplatz, Mansfelder-Str. 21, Anhydrit Bohrkern, Teufe 450 m, April 1926.

Die Hallesche Pfännerschaft AG als Betreiberin der Pfännerschaftlichen Saline beabsichtigte in den 1920er Jahren, die Salzproduktion deutlich zu steigern und effizienter zu gestalten. Eine Voraussetzung dafür war die Suche und Erschließung einer neuen Solequelle. Der bis dahin genutzte Gutjahrbrunnen, dessen Sole seit 1721 über eine Röhrenfahrt zur Saline gepumpt wurde, wurde für die geplante Modernisierung als unbrauchbar eingestuft.

Mit Erkundungsbohrungen sollte Aufschluss über die Beschaffenheit der Erdschichten und des darin verborgenen Bodenschatzes Salz unterhalb der Saline gewonnen werden. Dafür wird ein hohles Bohrgestänge in mehreren Schüben in die Erde geführt. Wird das Bohrgestänge nach oben geholt, so ist der Hohlraum mit Gesteinsmaterial aus der Tiefe gefüllt. Das sind die Bohrkerne, die Auskunft über die Erdschichten geben, bis zu denen der Bohrer vorgedrungen ist.

Auf dem heutigen Holzplatz wurde ab Dezember 1924 eine Bohrung niedergebracht, die sich als erfolgversprechend erwies. In 520 Metern Tiefe wurde eine Sole führende Schicht gefunden. Die zutage geförderte Sole hatte eine Sättigung von fast 22 % Salzanteil, sie war gut zum Versieden geeignet. Der Solebrunnen vom Kohlenplatz versorgte die Saline ab 1926 dauerhaft mit Sole bis zum Ende der industriellen Salzproduktion im Jahr 1964. Danach belieferte sie die 1969 eingeweihte Schausiedeanlage im Halloren- und Salinemuseum bis zum Bau der Hochstraße zwischen Halle und Halle-Neustadt (1972/1973).

 

Material: Anhydrit (Holz für den Sockel)

Maße: Höhe 140 m, Sockellänge jeweils 50 cm

Leihgabe der Salzwirker-Brüderschaft

© Foto: Hallesches Salinemuseum e.V.

 

 


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