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Exponat des Monats

Mittwoch, den 22. April 2015 19:40

Der Esel, der auf Rosen geht


Der Esel, der auf Rosen geht, gehört zu den Wahrzeichen der alten Salzstadt Halle an der Saale. Gezeigt wird darauf ein Mann mit Hut, der einen mit Säcken beladenen Esel führt. Beide laufen dabei ungewöhnlicherweise auf Rosen.

Das Keramik-Relief von Richard Horn (1898-1989) geht auf eine alte Geschichte zurück und ist eine spiegelbildliche Nachbildung des steinernen Reliefs, welches, versehen mit der Jahreszahl 1583, nahe beim nördlichen Hausmannsturm an der Marktkirche zu sehen ist.

Die Inschrift »Die Arbeit und den Nutz darin zu Hall besteht | Das Saltzwerck zeiget an der hier auf rosen geth« findet sich auch auf einem Kupferstich mit der Darstellung des Salzwerkes zu Halle in der Beschreibung von Friedrich Hondorff 1670 und in der Dreyhaupt-Chronik von 1749/50.

Bildnis und Spruch stehen gemeinsam sinnbildlich für den Fleiß der hallischen Salzsieder, die mit ihrer Arbeit einst die Grundlage für den Reichtum der Stadt gelegt haben.

Das zu Grunde gelegte Ereignis berichtet davon, dass zum Empfang eines hohen Gastes der Stadt, gar möglich des Landesherren, die Straßen mit Blumen bestreut wurden. Da aber ein Hochwasser den hohen Herrn zu einem Umweg zwang, war der Einzige, der die Ehre der geschmückten Straße genießen konnte, ein Bursch mit seinem bepackten Esel. Die an der geschmückten Straße zahlreich versammelten Bürger freuten sich über diese Schauspiel und applaudierten anerkennend.

Das Relief ist eine Leihgabe der Salzwirker-Brüderschaft.

Foto: Steffen Kohlert


Salzwirker-Brüderschaft im Thale zu Halle
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