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Exponat des Monats

Mittwoch, den 02. April 2014 10:14

Geld- und Dokumententruhe aus dem Thalhaus


Eisen brüniert, Anfang 17. Jh.

Schon im Mittelalter spielten kastenförmige Möbel mit Deckel eine wichtige Rolle bei der Aufbewahrung von Dokumenten und Wertobjekten. Diese schwergewichtige Truhe stammt aus dem Thalamt, jenem Gebäude an der Thalsaline, wo auch die Hallesche Pfännerschaft ihren Fest- und Versammlungsort hatte. Dort war sie wahrscheinlich im unteren Geschoss (Kassengewölbe) aufgestellt und diente zur Aufbewahrung von Urkunden und Geld der Pfännerschaft.

Sie besteht ganz aus Eisen. Außenseiten und Truhendeckel sind mit aufgenieteten Eisenbändern versehen. Vergoldete Nieten dienen gleichzeitig als Schmuckelement. Die Innenseite ist mit einer kunstvoll gestalteten Metallplatte mit Grotesken und Rankenwerk verziert, die den komplizierten Schließmechanismus mit 16 Zuhaltungen verdeckt.

Durch mehrfache Sicherung war es für Unbefugte nahezu unmöglich, die Truhe zu öffnen. Schon zwei Überwürfe an der Vorderseite  ermöglichten das Anbringen von zusätzlichen Vorhängeschlössern. Das Schlüsselloch erweist sich beim Einführen eines Schlüssels als Attrappe. Doch das eigentliche Schlüsselloch im Deckel ist durch eine Sprungfederklappe verborgen.  Diese Truhe kann als technisches Kunstwerk bezeichnet werden, welches einem neuzeitlichen Tresor nicht nachsteht.

Länge: 96 cm

Breite: 56 cm

Höhe: 60 cm


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