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Pressespiegel

Schlüsselübergabe an den Verein erfolgt!

29. Juli 2010
Quelle: Halleforum.de

Jahrhundertelang waren sie nur die Arbeiter, die Salzwirker im Thale zu Halle. Doch nun sind sie gewissermaßen selbst die Pfänner. Denn zum 1. August übernimmt der Verein “Hallesches Salinemuseum” die Trägerschaft für das Technische Halloren- und Salinemuseum, die Verträge wurde am Mittwochabend standesgemäß im Talamt der Moritzburg unterzeichnet. Im Anschluss erhielt der Vereinsvorsitzende Michael Kriebel einen symbolischen übergroßen Schlüssel, der Hallorenpfarrer segnete das Haus und im Anschluss wurde traditionsgemäß Salz vor dem Eingang verstreut. Oberbürgermeisterin Dagmar Szabados als Vertreterin der Stadt, die sich bislang durch das Stadtmuseum für das Salinemuseum verantwortlich zeigte, erhielt im Gegenzug die Sonderprägung eines Halloren-Silbertalers. Damit geht ein mehr als einjähriger Marathon mit monatelangen Debatten im Stadtrat um die Vertragsgestaltung zu Ende.

Einige Räte bemängelten die “wagemutige Konstruktion” und zweifelten, ob die Halloren dies schultern könnten. Andere Räte wiederum wollten einen Kurator einsetzen. Und so verschob sich die eigentlich schon für Juni vorgesehene Übertragung. In seiner Junisitzung gab der Stadtrat dann doch sein OK. Ein Antrag der Grünen musste da gar nicht mehr behandelt werden, der Verein hatte auf seiner Sitzung die Intention aufgenommen und mit einer Satzungsänderung auch Frauen im Verein zugelassen. Zudem dürfen auch Nichtmitglieder der Salzwirker-Brüderschaft und dessen Freundeskreises dem Verein beitreten. Grünen-Stadträtin Inés Brock probierte es gleich aus und trat als erste Frau dem neuen Verein bei. Ihr folgte gleich noch am Abend Oberbürgermeisterin Dagmar Szabados.

Der neue Verein hat viel vor. Er will das Museum attraktiver gestalten, mehr Besucher anlocken. So sollen die Einnahmen - neben moderaten Preiserhöhungen - gesteigert werden. Gelingen soll das unter anderem durch öfter stattfindende Schausieden. Auch den Hallorenschatz mit 90 Pokalen und Bechern, der älteste aus dem Jahr 1671, sowie zwei Gürtelketten, einer Amtskette und einem Teller wird man gelegentlich sehen können. Außerdem soll der Salzverkauf so wie früher - als es noch das weiße Gold war - die Saline auf finanziell sichere Füße stellen. Die Produktion von 30 Tonnen im letzten Jahr - ein absoluter Tiefststand - soll schon in diesem Jahr verdoppelt werden. Im nächsten Jahr könnten es dann 10 Tonnen pro Monat werden. Mit der Stadt Neuss, die das Hallorensalz künftig für ihr Gewürzsalz verwenden will, ist schon ein Salzliefervertrag unterzeichnet worden. Wie Hallore Ingo Kautz gegenüber HalleForum.de sagte, werde es ab 1. August auch möglich sein, über die Museumswebsite das ökologisch zertifizierte Salz aus aller Welt zu bestellen. Weiteres Geld soll auch die Vermietung des Siedehauses und des Festsaales für Veranstaltungen wie Hochzeiten, Jubiläen oder Firmenfeste bringen. All das ist nötig, denn der Verein muss laut Vertrag mit der Stadt die Einnahmen um 40.000 Euro steigern. Die Stadt bezuschusst den Betrieb in diesem Jahr mit 265.000 Euro. Im nächsten Jahr fließen 600.000 Euro. Die bislang städtischen Museumsmitarbeiter gehen per Überleitungsvertrag auf den Museumsverein über.


Den Originaltext finden Sie unter folgender URL: www.halleforum.de/go/27315

Übertragung des Saline-Museums an den Verein „Hallesches Salinemuseum e. V.“

Oberbürgermeisterin Dagmar Szabados nimmt am Mittwoch, dem 28. Juli 2010, ab 18 Uhr, im Talamt der Stiftung Moritzburg (Friedemann-Bach-Platz 5 in 06108 Halle), die Übertragung des Technischen Halloren- und Salinemuseums an den Verein „Hallesches Salinemuseum e. V.“ vor.

Begrüßt werden die Gäste u. a. durch Dr. Katja Schneider, Direktorin der Stiftung Moritzburg, Sten Michelsen, Vorsteher der Salzwirkerbrüderschaft im Thale zu Halle und Michael Kriebel, Vorsitzendender des Halleschen Salinemuseum e. V.

Im Anschluss an die Begrüßung findet um 18.35 Uhr die Unterzeichnung des Vertrages und um ca. 18.50 Uhr ein Pressegespräch mit der Oberbürgermeisterin, den Vertretern des Vereins „Hallesches Salinemuseum e. V.“ sowie der Salzwirkerbrüderschaft im Erdgeschoss des Talamts (ehemaliges Café) der Stiftung Moritzburg statt.

Um 19.20 Uhr beginnt die Fahrt zum Technischen Halloren- und Salinemuseum (Mansfelder Straße 52 in 06108 Halle). Dort wird die Rathauschefin um 19.35 Uhr die Schlüssel der Saline an die Vertreter des „Halleschen Salinemuseum e. V.“ übergeben. Abschließend wird das Salinemuseum um 19.40 Uhr durch Pfarrer Klaus Gaden geweiht.

+++ MELDUNGEN +++
News zur (geplanten) Übertragung des Museums in die Freie Trägerschaft!

Der hallesche Stadtrat hat in seiner Sitzung am 23. Juni 2010 der Übertragung des Technischen Halloren- und Salinemuseum  an den Hallesches Salinemuseum e.V. mehrheitlich zugestimmt. Nur die Stadtratsfraktion Die Linke lehnte die Beschlussvorlage ab.

Nach diesem Beschluss ist der Weg zur Übernahme des Museums durch den Verein Hallesches Salinemuseum e.V. frei. Der Verein wird ab dem 1. August 2010 das Museum in freier Trägerschaft übernehmen.

Wir bedanken uns für das uns entgegengebrachte Vertrauen!

Der Vorstand und die Mitglieder des Hallesches Salinemuseums e.V.

Aus dem Stadtrat, am 23. Juni 2010 - Quelle: www.halleforum.de

23. Juni 2010
Umsetzungsbeschluss zur Übertragung des Technischen Halloren- und Salinemuseums in freie Trägerschaft


Der Verein „Hallesches Salinemuseum“ der Salzwirkerbrüderschaft im Thale zu Halle soll ab dem 1. August für das Salinemuseum verantwortlich sein. Von der Stadt gibt es dafür in diesem Jahr Zuschüsse von 265.000 Euro. Im nächsten Jahr fließen 600.000 Euro. Weil der Förderverein nun auch die Mitgliedschaft von Frauen zulässt, hatte sich ein Antrag der Grünen erledigt.
Zurückgezogen wurde ein Änderungsantrag der CDU. Demnach sollte für die Konzipierung einer neuen Ausstellung im Museum ein Kurator eingestellt werden. Die Gelder sollten aus dem Bereich Graffiti-Beseitigung abgezogen werden. Zuvor hatte Oberbürgermeisterin Szabados an die Christdemokraten appelliert, ihren Antrag zurückzuziehen. Zugleich sicherte sie zu, zu beobachten ob möglicherweise doch noch ein Kurator nötig sein sollte. Diese Stelle wolle sie aber haushaltsneutral besetzen. Am Ende stimmte der Rat mehrheitlich der Übertragung an die Salzwirker zu. Die Linken stimmten dagegen. Die Konstruktion sei sehr wagemutig für den Träger und enthalte zu viele Risiken. „Wir wollen nicht verantwortlich sein wenn es in die Hose geht“, so Bodo Meerheim.

Quelle: Halleforum
www.halleforum.de/article.php

23.6.2010

Saalhornmagazin
Vor wenigen Wochen haben die Arbeiten zur Notsicherung des Saalhorn-Magazins auf der Saline begonnen. 400.000 Euro belaufen sich die Kosten. Sinnlos ausgegebenes Geld, findet CDU-Rat Lothar Dieringer. Er will die Arbeiten stoppen lassen. Stattdessen soll das Gebäude abgerissen werden und künftig nur noch eine Tafel an die Geschichte erinnern. Der Antrag wird nun im Planungs- und im Finanzausschuss beraten. Zahlreiche Räte mehrerer Fraktionen sagten aber schon, dass sie gegen einen Abriss sind. So gab es auch schon heftige Debatten. Dieringer hatte noch einmal auf den desolaten Zustand hingewiesen. Zig Jahre sei nichts gemacht worden, niemand habe es gekümmert. „Das ist eine Ruine. Die kann nicht mehr erhalten werden.“ Bei 50 Millionen Euro Haushaltsdefizit könnte das Geld sinnvoller bei anderen erhaltenswerten Gebäuden eingesetzt werden. Am Saalhorn sei es wirtschaftlich mnicht zumutbar. „Wir müssen den Tatsachen ins Auge sehen.“ Die Saline sei eines der wichtigsten Denkmäler der Industriekultur, sagte hingegen Manfred Sommer (MitBürger). „Sie gehört zu den Wurzeln der Stadt. Wir sollten an der Wurzel nicht die Axt ansetzen.“ Auch Martina Wildgrube (FDP) war deutlich gegen einen Abriss. Räte hätten eine besondere Verantwortung, die Stadtgeschichte zu bewahren. „Die Franckeschen Stiftungen waren vor 20 Jahren auch nur eine Ruine“, warf Ines Brock (Grüne) in die Diskussion ein. Johannes Krause (SPD) meinte, „wir dürfen nicht nach Kassenlage Denkmalschutz betreiben.“ Baudezernent Pohlack wies darauf hin, dass die Arbeiten nicht gestoppt werden könnte. Zum einen habe der Rat gar nicht die Befugnis, eine solche Entscheidung zu fällen. Zum anderen gebe es eine Auflage von der oberen Denkmalbehörde.

Quelle: Halleforum.de
www.halleforum.de/article.php

Händel ums Salz

Text: F.A.Z., 16.06.2010, Nr. 136 / Seite 2

Wer hübsche, auch skurrile Geschichten sucht - etwa über die Wetterfahne mit dem einzigen preußischen Adler auf einem öffentlichen Gebäude in der damaligen DDR, aufgesetzt durch Schalk im Jahr 1985 -, ist im Technischen Halloren- und Salinemuseum in Halle recht am Platz. Dort bündeln sich drei Jahrhunderte deutscher Geschichte und Kontinuität wie kaum anderswo. Dennoch sehen die Bewahrer ihr Erbe in Gefahr, weil Gebäude der ehemaligen Königlichen Preußischen Saline baufällig sind. Der Kulturausschuss des Stadtrates will das städtische Museum einem Verein übertragen, der städtische Zuschüsse erhalte. Ein baufälliges ehemaliges Salzlager wollen Stadträte abreißen lassen, statt es zu sanieren; die Salzbauten der Stadt würden so weiter dezimiert.

Hier stelle sich die Frage, sagen Stadthistoriker, ob sich Halle als Stadt des Komponisten Händel sehe, obwohl dieser "wie andere Jungen unserer Stadt heute mit achtzehn Jahren fortzog und nicht wiederkehrte", oder eben des Salzes. Tatsächlich hat sich die Stadt mit einem Museumsausbau und Werbung schon für Händel entschieden. Dabei wäre Halle ohne Salz kaum denkbar. 2000 vor Christus entstand dank der Salzsiede die damals größte Gewerbesiedlung in Europa. Andere Salzstädte wie Lüneburg blieben überschaubar, Halle wurde Großstadt. 1964 wurde die Saline stillgelegt und Museum, das insbesondere für die Industrie- und Sozialgeschichte von Bedeutung ist.

Die Tradition der Bruderschaft der Salzwirker, auch Halloren genannt, ist ungebrochen. Seit mehr als 250 Jahren ist nicht nur ihre Prachtkleidung mit Dreispitz und Bundhose vorgegeben, sondern auch die Übung, dass das jeweilige Staatsoberhaupt einen Humpen zum Silberschatz beiträgt. Der DDR-Staatsratsvorsitzende Walter Ulbricht setzte einst die Übung der Fürstbischöfe und preußischen Könige fort. Ebenso gilt noch der Neujahrsgruß der Salzwirker an den jeweiligen Regenten, an den Oberbürgermeister und den Universitätsrektor. Wer neuer Bundespräsident wird, ist noch ungewiss - sicher aber ist, dass drei Sprecher der Bruderschaft ihm im kommenden Januar eine Salzpyramide und Soleier überreichen.  ROBERT VON LUCIUS

Quelle: F.A.Z.
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Streit um Halles Graffiti-Mittel

Meldung aus  dem Halleforum vom 20. Juni 2010

Stadträte wollen Geld lieber ins Salinemuseum stecken


Erstmals hatte die Stadt Halle in diesem Jahr offiziell 50.000 Euro im Kampf gegen Graffiti in den städtischen Haushalt eingestellt. Mit dem Geld wollte Innendezernent Bernd Wiegand stärker gegen die Schmierereien vorgehen. Doch der Stadtrat sah es anders. In mehreren Ausschüssen votierten die Räte dafür, das Geld nicht für den Kampf gegen Graffiti einzusetzen, sondern um einen Kurator für das Salinemuseum zu bezahlen. Ein entsprechender Antrag der CDU-Stadträtin Ulrike Wünscher fand unter anderem im Kultur- und im Finanzausschuss eine Mehrheit.

“Mit großer Bestürzung und auch Enttäuschung habe ich zur Kenntnis nehmen müssen, dass ausgerechnet meine Partei, die CDU, im halleschen Stadtrat einen Antrag gestellt hat einen nicht unwesentlichen Anteil, des für den Kampf gegen illegale Graffitis eingestellten Geldes, umzuschichten”, schimpft nun Stefan Schulz vom Verein Halle gegen Graffiti. “Die Bedeutung des Projektes, für welches das Geld verwendet werden soll, kann und will ich nicht bewerten, aber ich bin der festen Überzeugung, dass es wesentlich bessere Möglichkeiten gibt dieses Geld im Haushalt bereit zu stellen.”

Niemals hätte er damit gerechnet, dass es die "eigenen" Leute von der CDU sein werden, die dem Kampf gegen illegale Graffitis Steine in den Weg legen würden und verweist auf das Kommunalwahlprogramm der Christdemokraten aus dem vergangenen Jahr. “Ich kann nur vermuten, dass hier nicht sachpolitische Erwägungen ausschlaggebend waren, sondern es in Wahrheit nur um eine weitere Beschädigung von Ordnungsbeigeordneten Dr. Wiegand geht. Sollte dies so sein, macht es den Vorgang für mich nur noch verwerflicher.” Schulz appelliert nun an die Stadträte, am Mittwoch gegen die geplante Umschichtung zu stimmen.

Wiegand will indes sein Anti-Graffiti-Programm auch auf die Altstadt ausdehnen. Inselkonzept Glaucha: Zwischen April und Juni 2009 seien 122 der 313 Glauchaer Häuser gereinigt worden, rechnet er vor. In der Altstadt seien 71 der 411 Häuser mit Graffiti beschmiert. Mit Flyern habe man Bewohner und Hauseigentümer bereits informiert, so Wiegand. Zudem werde eine Förderrichtlinie vorbereitet. Vereine können Patenschaften von Brücken, Gebäuden und Denkmälern übernehmen, stellt sich der Ordnungsdezernent vor.

Quelle: http://www.halleforum.de/article.php?sid=26913


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Ausschuss für Finanzen der Stadt Halle (Saale)

Der Ausschuss für Finanzen, städitsche Beteiligungsverwaltung und Liegenschaften hat in seiner Sitzung, am 15. Juni 2010, der Übertragung des Technischen Halloren- und Salinemuseum Halle (Saale) zum 1. August 2010 an den Halleschen Salinemusem e.V. mehrheitlich zu gestimmt.

Das Abstimmungsverhalten lautete:

JA: 7
Nein: 1
Enthaltungen: 3

Kulturausschuss der Stadt Halle (Saale)

Der Kulturausschuss der Stadt Halle (Saale) hat in seiner Sitzung, am 9.6.2010, der Beschlussvorlage zur Übertragung des Technischen Halloren- und Salinemuseum Halle zum 1. August 2010 an den Halleschen Salinemuseum e.V. mehrheitlich zugestimmt.

Das Abstimmungverhalten im einzelnen:

Ja: 7
Nein: 4
Enthaltungen: 0

CDU-Rat will Saalhorn-Abriss

Meldung vom 03.06.2010

Mit Antrag im kommenden Stadtrat soll die Sanierung gestoppt werden

Seit einem Monat wird das Saalhorn auf der Saline notdürftig saniert. Unter anderem wird das Dach instand gesetzt. Auch eine neue Stützkonstruktion wird errichtet. 400.000 Euro sollen die Arbeiten an dem denkmalgeschützten Bau kosten.

CDU-Stadtrat Lothar Dieringer will die Arbeiten nun stoppen lassen, den einst gefassten Sanierungsbeschluss kippen. Im kommenden Stadtrat bringt er einen entsprechenden Antrag ein, verweist auf den angespannten Haushalt. "Die Stadt kann es sich nicht leisten, sämtliche renovierungsbedürftigen Gebäude zu erhalten", meint Dieringer in der Antragsbegründung. Die wenigen Mittel müssten für die wirklich historisch bedeutsamen Bauten reserviert werden. "Ein ehemaliges Salzlager ist aus meiner Sicht nicht in diese Kategorie einzuordnen."

Sein Vorschlag: Abriss des Gebäudes. Stattdessen soll künftig nur noch eine Tafel an die Geschichte erinnern.

Das Saalhorn wurde um 1820 bei Breitenbach gebaut und 1845/46 nach Halle gebracht worden. Es diente jahrelang als Salzlager, wurde in den Jahren immer wieder umgebaut. Sogar die Hafenbahn endete hier und dampfte sogar durch das Saalhorn hindurch. Die einstige Durchfahrt ist heute noch sichtbar. Bis 1994 war das Saalhorn als Lagerhalle in Betrieb. Seitdem verrottet es.

(Quelle: http://www.halleforum.de)

Die Halloren bedanken sich bei der Deutschen Bank, Filiale Halle, für die uns überreichte Spende!

Salzwirkerbrüderschaft im Thale zu Halle

und

Hallesches Salinemuseum e.V.

Nimmt Saline-Verein auch Frauen auf?

Meldung vom 29.04.10

HALLE/MZ. Die Übertragung des Salinemuseums an einen Verein wird sich womöglich verzögern. Ein Grund dafür ist ein Streit im Stadtrat um eine vermeintliche Verletzung der Frauen-Gleichberechtigung. Mitglieder im Verein Hallesches Salinemuseum sind laut Satzung bislang nämlich nur Männer. Jetzt will der Vorstand reagieren und auch Frauen eine Mitgliedschaft ermöglichen.

Neue Debatte in Ausschüssen

Ursprünglich sollte die Übertragung des Museums zum 1. Juli auf der jüngsten Stadtratssitzung beschlossen werden. Bislang ist das Haus in kommunaler Hand. Doch zur Abstimmung kam es nicht, weil der Beschlussvorschlag der Verwaltung auf Antrag der Linken in den Kultur- und in den Finanzausschuss verwiesen wurde. Dort war die Übertragung zuvor bereits diskutiert und mehrheitlich gebilligt worden. Die Linke und auch die Grünen stören sich aber nun an der Männer-Dominanz im Museumsverein. Dieser wird wesentlich von der Salzwirker-Brüderschaft (kurz "Halloren") getragen, in dem traditionell ebenso nur Männer Mitglied werden können. "Das ist doch nicht sinnvoll, wenn es um ein so wichtiges Museum geht", sagte Linken-Kulturpolitiker Rudenz Schramm. Inés Brock (Grüne) brachte einen Antrag ein, den Verein zu verpflichten, seine Satzung zu ändern. "Es muss jedem interessierten Bürger möglich sein, in einem Verein, der die Erhaltung einer Tradition zum Ziel hat, mitzuwirken", so Brock.

Das Salinemuseum in der Mansfelder Straße dokumentiert die Tradition der Salzgewinnung und der Halloren. Einfluss auf die Ausstellungen sowie bei der Traditionspflege haben seit jeher die Salzwirker. Mit der Übergabe will die Stadt ihre Aufwendungen für das Museum (2009: 660 000 Euro) nach und nach reduzieren. Museumsvereins-Chef Michael Kriebel zeigte sich enttäuscht von den "plakativen" Kritiken im Stadtrat. Die bisherige Satzung habe lediglich den Einfluss der Brüderschaft beim Museumsbetrieb sichern sollen. Er verwahrte sich gegen Vorwürfe der Frauen-Diskriminierung. Der Vorstand werde dennoch eine außerordentliche Mitgliederversammlung einberufen und vorschlagen, auch Frauen eine Mitgliedschaft zu ermöglichen. "Ich sehe dafür keine Schwierigkeiten", so Kriebel, der auch Salzwirker ist.

Bedenken zu Finanzkonzept

In den Ausschüssen werden aber auch nochmals Bedenken zum Finanzkonzept des Museumsvereins debattiert. So hält Schramm die geplanten Zuschüsse durch die Stadt für unzureichend. Auch in der CDU und in der SPD wird befürchtet, der Verein könnte sich übernehmen. Das hält Kriebel für unbegründet: "Unsere Konzepte sind schlüssig."

(Quelle: http://www.mz-web.de)

Salinemuseum auch für Frauen

Meldung vom 26.04.2010

Grüne Stadtratsfraktion bringt Änderungsantrag ein

Am Mittwoch soll der Stadtrat die Übertragung des Halloren- und Salinemuseums an den Verein Hallesches Salinemuseum e.V. beschließen. Eine Mehrheit scheint sicher, auch wenn sich einige offene Fragen mehrerer Stadträte, unter anderem bezüglich der Finanzierung ergeben haben.

Eine ganz neue Problematik werfen nun die Grünen auf. Denn Frauen sind im neuen Verein offenbar Außen vor. Auf Antrag der Fraktion hin sollen nun die Voraussetzungen, die an eine Mitgliedschaft im Museumsverein geknüpft sind, erweitert werden. So sollen auch Nichtmitglieder der Salzwirker-Brüderschaft und dessen Freundeskreises dem Verein beitreten können. Dazu soll die Vereinssatzung bis zum 1.09.2010 überarbeitet und dem Stadtrat zur Kenntnis gegeben werden, so die Grünen.

„Wir tragen den Grundsatzbeschluss, dass das Salineensemble in die Trägerschaft des engagierten Vereins übergeben wird mit, aber im Verfahren der Konkretisierung durch den Übergabevertrag erhielten wir Kenntnis von der Tatsache, dass auch im Verein nur männliche natürliche Personen unter bestimmten Voraussetzungen Mitglied werden können“, so Inés Brock, Stadträtin der grünen Fraktion. „Das ist aus unserer Sicht zu dem Zeitpunkt, wo ein Objekt des öffentlichen Interesses übertragen werden soll, nicht mehr akzeptabel.“

Laut Satzung des Vereins Hallesches Salinemuseum e.V. sind ausschließlich Halloren als Mitglieder der Salzwirker-Brüderschaft im Thale zu Halle an der Saale bzw. Freunde derselben Brüderschaft als Mitglieder des Vereins zugelassen. Die Mitgliedschaft bei der Salzwirker-Brüderschaft sowie der Status als Freund der Brüderschaft ist männlichen Personen vorbehalten und darüber hinaus an die recht verbindlichen Traditionsmuster einer Brüderschaft geknüpft. „Somit werden sowohl Frauen als auch Interessent/innen, die sich möglicherweise dem Museum verpflichtet fühlen aber weniger der Vereinigung der Brüderschaft als solcher, von einer Mitgliedschaft im Halleschen Salinemuseum e.V. ausgeschlossen“, heißt es in einer Mittelung der Fraktion. „Die historisch gewachsene Tradition, dass nur Männer Salzwirker und Halloren waren, erkennen wir an, halten es aber nicht für hinnehmbar, dass eine öffentliche Einrichtung wie ein Museum, das von der Stadt einem Verein als Rechtsträger übertragen wird, die Mitgliedschaft derart beschränkt.
Es muss in Zukunft jedem/r interessiertem/n Bürger/in möglich sein in einem Verein, der die Erhaltung, Förderung sowie die angemessene Präsentation einer bedeutenden halleschen Tradition zum Ziel hat, mitwirken zu können.“

(Quelle: http://www.halleforum.de)

Salinemuseum soll an Verein übertragen werden

Meldung vom 20.04.2010

Finanzausschuss fasst Beschluss zur Übertragung, erneut Kritik an Finanzierung

Mit einer deutlichen Mehrheit von 7 Ja-Stimmen hat am Dienstagabend der Finanzausschuss der Übertragung des Halloren- und Salinemuseums an den Verein Hallesches Salinemuseum e.V. zugestimmt. In der Diskussion hatte es aber zuvor noch teilweise harsche Kritik am Finanzierungskonzept gegeben.

“Der Finanzplan ist nicht realistisch”, erklärte CDU-Rätin Ulrike Wünscher. “Wie soll eine Verdopplung der Einnahmen innerhalb eines Jahres gehen, wenn auch noch gleichzeitig gebaut wird?”, fragte sie. “Das ist nicht zu machen. Ähnlich äußerte sich Swen Knöchel (Linke): “Der Finanzplan steht auch wackeligen Füßen.” Er enthalte unrealistische Zahlen und sei sehr abenteuerlich.

Keine Mehrheit fand ein Änderungsantrag von Ulrike Wünscher, weitere 20.000 Euro bereitzustellen, um damit einen Kurator zu bezahlen. Das Geld sollte aus dem Bereich Graffiti-Entfernung abgezogen werden.

(Quelle: http://www.halleforum.de)

Verein bekommt das Salinemuseum

Meldung vom 14.04.2010

Kulturausschuss fasst Beschluss zur Übertragung, Kritik an Finanzierung

Bereits vor einem Monat hatte der Stadtrat den Grundsatzbeschluss zur Übertragung des Salinemuseums an einen Verein gefasst. Am Mittwoch wurden nun zumindest im Kulturausschuss die endgültigen Weichen gestellt. 5 Räte stimmten der Verwaltungsvorlage zu, es gab eine Nein-Stimme und drei Enthaltungen.

Zum 1. Juli dieses Jahres soll das Museum an den Verein Hallesches Salinemuseum e.V. übertragen werden. Anteilig zahlt die Stadt in diesem Jahr einen Zuschuss von 317.500 Euro, im nächsten Jahr 600.000 Euro und im Jahr 2012 550.000 Euro.

Derzeit befindet sich das einzige Salz herstellende Museum Deutschlands in der Hoheit der Stadt. Mit der Übertragung soll der Bestand des Museums dauerhaft gesichert, es zudem attraktiver gestaltet werden.

Zweifel am Finanzierungskonzept hegte Ulrike Wünsche (CDU). Die für den Kurator eingeplanten Mittel von 25.000 Euro müssten beispielsweise um mindestens 20.000 Euro aufgestockt werden.

(Quelle: http://www.halleforum.de)

Salzwirker-Brüderschaft im Thale zu Halle
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