Informationen zum Schausieden der Halloren
Das Sieden auf der Saline in Halle
Das traditionelle Schausieden ist seit der Eröffnung des Museums im Jahr 1969 unangefochtener Besuchermagnet. In einer für den Betrachter einmaligen Geschlossenheit wird der Prozess der Salzherstellung von der Siedung, über die Trocknung, dem Mahlen bis hin zur Verpackung demonstriert. Das im Museum hergestellte Salz, das weiße Gold der Halloren, kann im Anschluss der Demonstration in unterschiedlichen Körnungen käuflich erworben werden.
Das Salz
Die sogenannte »Hallesche Marktplatzverwerfung«, die eine Anhebung salzführender Zechsteinschichten bis dicht unter die Erdoberfläche bewirkte, ermöglichte bereits eine frühgeschichtliche Salzgewinnung und seit dem Mittelalter die Förderung von hoch konzentrierter Sole und die Anlage eines Salzwerks als wirtschaftliche Basis der Stadt Halle an der Saale.
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Die Saline
In den Jahren 1719 und 1721 ließ der preußische König Friedrich Wilhelm I. auf der Jungfernwiese, vor dem Klaustor, eine Saline - die sogenannte »Neue Saline« - errichten. Auch wenn hier heute nicht mehr industriell Salz gewonnen wird, gibt es doch mit der einmaligen Schausiedeanlage eine sehr lebendige Erinnerung an die Geschichte der halleschen Salzgewinnung.
Die Halloren
Als Halloren werden seit dem 18. Jahrhundert die Salzarbeiter und Mitglieder der Salzwirker- Brüderschaft im Thale zu Halle bezeichnet.
Für die Brüderschaft der Halloren wurde mit der Bildung der Betgemeinschaft »Corpore Christi« im 15. Jahrhundert der Grundstein gelegt. Sie gehört zu den ältesten Brüderschaften im deutschsprachigen Raum.
Heute ist die Salzwirker-Brüderschaft ein wichtiger und lebendiger Bestandteil des kulturellen Lebens in Halle an der Saale.
Äußeres Merkmal der Halloren ist ihre seit der Mitte des 18. Jahrhunderts beibehaltene barocke Kleidung.
Der Silberschatz
In der Geschichte der Salzwirker-Brüderschaft im Thale zu Halle hat neben dem Salz vor allem das Silber einen wichtigen Symbolcharakter. Davon zeugt im besonderen Maße deren Silberschatz, die 90 kostbaren Becher und Pokale der Halloren, verliehen als Dank für geleistete Hilfe, als Anerkennung ihrer Arbeit und als Ehrung ihrer brüderschaftlichen Gemeinschaft. Die unvergleichbare Sammlung zeigt eindrucksvoll Kunst und Handwerk aus drei Jahrhunderten, den Geschmack der Stifter sowie die Höhen und Tiefen in der Zeitgeschichte.
Die Stadtführung der Halloren
„Auf den salzigen Spuren der Halloren“ nennt sich die interessante einzigartige Stadtführung der Salzwirker-Brüderschaft im Thale zu Halle.
Sie führt auf dem Grenzweg zwischen den beiden ehemaligen Gerichtsbezirken unserer alten Salzstadt Halle entlang historischer Baudenkmäler bis hin zur alten königlich preußischen Saline auf der Salinenhalbinsel.