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Sonderausstellung »Memento mori.

Würdevoll aus Tradition – Das Grabgeleit der Halloren«

In der Sonderausstellung „Memento mori. Würdevoll aus Tradition – Das Grabgeleit der Halloren“ wird die Symbolik und Ästhetik des Grabgeleits der Halloren mittels einer hochwertigen Szenografie veranschaulicht.

Für die Einheimischen in der Stadt Halle (Saale) sind sie ein gewohnter Anblick, für Zugereiste und Gäste ein besonderes Charakteristikum im Stadtbild: die Halloren, die Nachfahren und Mitglieder der Salzwirker-Brüderschaft im Thale zu Halle, in ihrer altertümlich wirkenden Kleidung. Mit Dreispitz, roten oder blauen Mänteln, ihren Westen und den 18 Silberknöpfen daran, Kniebundhosen, Strümpfen und Schnallenschuhen bekleidet, sind sie u.a. bei festlichen Anlässen in der Stadt vertreten. Doch gibt es auch ein anderes Erscheinungsbild der Halloren: ganz in Schwarz, nämlich dann, wenn sie ein Grabgeleit auf halleschen Friedhöfen durchführen. Sie tragen Verstorbene zur letzten Ruhestätte. Diese für Halle typische Besonderheit hat eine lange Vorgeschichte.

In vielen Kulturen und Religionen wird der Tod als Übergang der Seele von einer irdischen zu einer nichtirdischen Sphäre verstanden. Daraus begründet sich der Wunsch, für das Seelenheil eines Menschen Sorge zu tragen. Wichtige Bestandteile dieser Sorge sind ein würdiges Begräbnis und das Geleit zur letzten Ruhe, sie sind selbstverständliche Pflicht für Angehörige und Freunde. Aus dieser Verpflichtung heraus entstand auch das Grabgeleit der Halloren.

Zurückgehend auf das Mittelalter besitzt es bei den Salzwirkern einen besonders hohen Stellenwert. Noch heute wird das Grabgeleit praktiziert und somit als Teil des brüderschaftlichen Lebens würdevoll in Ehren gehalten. In besonderen Fällen wird beim Grabgeleit uraltes überliefertes Brauchtum praktiziert. Dann kommen als zentrale Elemente der Beisetzung Palmwedel und Zitrone zum Einsatz.  

Schon im Altertum wurden die Palme und ihre Wedel als Zeichen des Sieges und des Friedens verstanden. Die Palme galt zudem als der Baum des Lebens. Diese Symbolik wurde vom Christentum übernommen. So finden sich in der Bibel zahlreiche Textstellen, in denen der Baum des Lebens mit seinen Zweigen erwähnt wird.
Auch die aus Asien stammende Zitrone hat ebenfalls eine lange symbolische Wirkungsgeschichte. Aufgrund ihrer heilenden und reinigenden Wirkung wurden ihr schützende Kräfte zugeschrieben. Zudem erhöhte ihre Seltenheit den Wert der Zitrone als etwas besonders Kostbares.

In der Sonderausstellung „Würdevoll aus Tradition – Das Grabgeleit der Halloren“ wird die Symbolik und Ästhetik des Grabgeleits mittels einer hochwertigen Szenografie veranschaulicht. In vier Themenkomplexen wird das Ausstellungsthema inhaltlich beleuchtet und anhand originaler Objekte erklärt. So werden unter anderem in der Schau neben symbolischen Insignien des Grabgeleites auch Silberbecher aus dem historischen Silberschatz der Halloren gezeigt, welche jeweils zum Dank für den Dienst des Grabgeleits der Halloren von den hinterbliebenen Angehörigen an die Brüderschaft gestiftet wurden.


Wir danken für die Förderung der Sonderausstellung: Lotto-Toto Sachsen-Anhalt, ÖSA Versicherungen, Funus Stiftung, reha FLEX, Kroon Bestattungen.

Wir danken folgenden Projektpartnern für ihre Mitwirkung: Salzwirker-Brüderschaft im Thale zu Halle, xio_Design, freistil Fotostudios, Kathleen Hirschnitz (KonzeptKunstGeschichte).



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