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FamilyCheck - Halloren- und Salinemuseum zum TOP Ausflugsziel im November 2014 gewählt

Das Technische Halloren- und Salinemuseum
in Halle (Saale)

Die Geschichte der Stadt Halle an der Saale war über Jahrhunderte hinweg eng mit der Salzgewinnung verbunden. Voraussetzung dafür bot eine geologische Besonderheit, die sogenannte „Hallesche Marktplatzverwerfung“, die seit dem Mittelalter die Förderung von hoch konzentrierter Sole aus 14 – 35 m tiefen Brunnen und die Anlage von zwei Salzwerken ermöglichte.

Den bedeutendsten Gewerbezweig der Stadt dokumentiert das auf dem Gelände der ehemals „Königlich Preußischen“, später „Pfännerschaftlichen Saline“ gelegene Technische Halloren- und Salinemuseum.

Nach Einstellung der Salzproduktion 1964 wurden 1967/69 im Uhrenhaus und im Siedehaus VI das Hallorenmuseum und die technische Anlage eröffnet.

Trotz nachfolgender umfangreicher Abbruchmaßnahmen hat sich ein industriegeschichtlich bedeutendes Ensemble mit Salinenarchitektur des 18. bis 20. Jahrhunderts erhalten, das zu den ältesten und bedeutendsten salinengeschichtlichen Denkmalen Deutschlands zählt.

Der Geschichte der beiden halleschen Salinen ist ein Teil der Ausstellung gewidmet, ein weiterer Abschnitt zeigt die Technologie der Siedesalzgewinnung. Bereits in frühgeschichtlicher Zeit wurde mit Hilfe der „Briquetage“-Technologie Salz gewonnen. Über Jahrhunderte hinweg war für die „Thalsaline“ das Versieden der Sole in eisernen Pfannen charakteristisch. Eine funktionstüchtige, der Arbeitsweise des 19. Jahrhunderts entsprechende Produktionsanlage mit Siedepfanne, Trockenpfanne und Abfülleinrichtung werden bei Schausiedeveranstaltungen genutzt.

Sowohl die mit der Soleförderung beschäftigten Bornknechte als auch die Siedemeister und Knechte in den Siedehäusern waren in Brüderschaften organisiert. Als eine der ältesten und seitdem ununterbrochen heute noch bestehenden Berufsvereinigungen Deutschlands stellt die „Salzwirker-Brüderschaft im Thale zu Halle“ eine Besonderheit dar. Deren anerkannte Stellung in der Stadt belegen Privilegien, eine charakteristische Festkleidung und zahlreiche kunsthandwerkliche Objekte im Museum.

 

Quelle: Technisches Halloren- und Salinemuseum Halle (Saale)            
Stand Februar 2015

Salzwirker-Brüderschaft im Thale zu Halle
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